Landluft schnuppern beim Sonnentor Bio-Kräuterbauern

Von allem ein bisschen

Aufstehen. Frühstücken. Mit Fahrrad aufs Feld fahren. Bei heißen Temperaturen scheren. Mittagessen. Weiterscheren. Eine Runde mit dem Traktor fahren. Unterwegs Kirschen essen. Kartoffelfeld inspizieren. Heuballen einsammeln. Bodenprobe vom Feld nehmen. Erdbeeren pflücken. Blumengießen. Eis essen. Müde ins Bett fallen. Tag Nummer drei bei der Familie Schmidt im Weinviertel.

Die Temperaturen klettern weiter hinauf. Heute wollen die Bohnen und der Amaranth vom Unkraut befreit werden. Es wird weitergeschert. Das Scheren, so unbeliebt diese Tätigkeit bei manchen auch sein mag, insbesondere bei der brennenden Hitze dieser Tage, so kann man diese Arbeit gut für sich nützen. Man kann dabei sehr gut abschalten, die Stille der Natur genießen bzw. dem Vogelgesang horchen und sich über den Wind freuen, der mal sanft über die Haut streift und die Hitze somit erträglicher macht. Und die Tatsache, dass auf diese Art und Weise der Boden und die Früchte in ihrer Natürlichkeit chemiefrei erhalten bleiben und wir somit gesunde Bio-Produkte genießen dürfen, ist die größte Motivation beim Scheren. Schließlich bist du, was du isst! Es stimmt mich daher ein wenig traurig, dass sich immer weniger Leute finden, die diese Arbeit machen möchten. Eigenartig die Welt, in der wir heute leben, denke ich mir, während ich so vor mir dahinarbeite, gebe jedoch die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht auf, wo die wahren Werte wieder ihre Bedeutung bekommen.

Das köstliche Mittagessen von Maria stärkt wieder das ganze Scheren-Team und es wird danach fleißig weitergeschert.

Am Nachmittag nimmt mich Andi mit dem großen Traktor mit. Ich freue mich. Schön diese kleine Ausfahrt quer durch die Felder. Unterwegs halten wir an einem Kirschbaum und füllen den Bauch mit saftigen Kirschen. Ein Traum diese rot strahlenden Früchte so frisch vom Baum zu essen.

Im Laufe des Nachmittages lerne ich noch einiges über die richtige Behandlung des Kartoffelfeldes und die Art und Weise, wie man eine gute Qualität dieses so beliebten Gemüses erhält. Weiter mit dem Traktor unterwegs sammeln wir Heuballen ein und nehmen bei einem Feld eine Bodenprobe, die Andi morgen abgeben muss. Das muss regelmäßig sein, um die Bodenqualität zu überprüfen.

Ich komme heute auch noch in den Genuss mit Susi, eine der beiden Töchter von Maria und Andi, einen Ausflug in den schönen Weingarten zu machen und dort leckere Erdbeeren zu pflücken. Auf dem Weg nach Hause halten wir beim alten Bauernhof von Andis Eltern, wo ich sehe, wie Andi das Werkzeug für morgen vorbereitet und die Hacken schärft.

Am Abend darf ich dann auch einer meiner Lieblingstätigkeiten nachgehen und eine Runde Blumen gießen. Und was kann es nach so einem heißen Tag besseres geben, als den Genuss von köstlichem Eis und somit lädt Andi auf eine Runde Eis ein... Und weil es so gut ist, werden aus einer Runde Eis gleich zwei. Sie hätten das schon länger nicht mehr gemacht, meinen Maria und Andi, die beiden fleißigen und unermüdlichen Bienchen, warum ich mich nun noch mehr über dieses Ereignis freue. Ein schöner Ausklang eines heißen und ereignisreichen Schnuppertages an einem schönen lauen Sommerabend.


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