Landluft schnuppern beim Sonnentor Bio-Kräuterbauern

Der erste Abend & der erste Tag im Waldviertel

Sonntag,19.30 Uhr und ein endlos scheinender Bahnsteig in St. Pölten. Ich soll abgeholt werden, von Manu.
Fünf Wagons weiter vorne- ja das könnte sie sein. Sie scheint mich ebenfalls im Visier zu haben. Die Blicke noch ein wenig fragend, eine gelbe Sonne auf Manus Shirt später weiß ich, hier bin ich richtig. Und los geht´s.

Der Nordosten Österreichs. Einmal über die Donau Richtung Norden, aus der Wachau, hinein ins mysteriöse Waldviertel. Dort wo sich prächtige Mohn- und Getreidefelder und duftende Kräuter statt Weinstöcken breit machen. Ansonsten hält das Waldviertel was es verspricht- viel Wald. Das findet die Feinstaub verwöhnte Nase großartig und der Gaumen erfreut sich an diesem Abend noch eines Einsteiger-Kräutergewächses. Knuspriger Petersilie. Lecker!

 

Der erste Morgen im Waldviertel.

 

Er beginnt mit Sonnentor-Tee und köstlichem Frühstück nach hausmacher Art des Faulenzerhotels. An dieser Stelle besonderen Dank an Manu, die mich über wenig befahrene Straßen (wieder) an Ort und Stelle bringt. Dieses Mal da, wo Johannes Gutmann aus einer One-Man Show ein 140-Kopf starkes Team gemacht hat. Nach einer Tasse „Wiener Verführung“ im neu ausgebauten Cafe beginnt die Schnupper-Woche, wortwörtlich.
Natürlich ist die Tasse „Wiener Verführung“ keine gewöhnliche Tasse Kaffee. Sie ist untermalt mit einer so herzlichen Begrüßung von Johannes Gutmann und den ersten spannenden Geschichten, rund um Ideen und Inspirationen, die zur Marke Sonnentor geführt haben. Weiter geht es mit Erzählungen über seinen ersten Besuch bei der „Müsli-Messe“, der Bio-Fach, die heute längst nicht mehr mit verstaubten Müsli-Klischees behaftet ist. Zum Glück! Und über seine Uniform. Eine 90 Jahre alte Lederhose, die bei besonderen Anlässen natürlich immer noch als Beinkleid dient.

Dann prasseln allerhand Informationen und Eindrücke auf mich herab.

Ein Blick in den Rohbau der neuen Lagerhalle, weiße Schläuche schlängeln sich auf dem Beton: Die zukünftige Fußbodenheizung der riesigen Halle. Weiter in die Lagerhallen, wo sich meine Nase mit Kräuter-Düften füllt, die sich von Gang zu Gang verändern.Mal süß-zimtig, mal herzhaft-herb. Viele freundlich-fröhliche Gesichter und die ein oder andere Anekdote dazu. Handarbeit par excellence: Mini-Kartons sind blitzschnell mit einem Fingergriff aufgefaltet, kleine durchsichtige Beutelchen aus kompostierbarer Folie, gefüllt mit bunten Kräutern und Gewürzen werden darin verstaut, Etiketten aufgeklebt…
Im Muster-Laden für Franchise-Interessierte entdeckt Johannes einen Karton: „Ooohhh“!! Schon halte ich etwas ganz besonderes in der Hand. Eine Packung, deren Inhalt schon jetzt gemütliche Winterabende verspricht…psst. Weiter geht´s mit Paletten die nach Malaysia verschickt werden. Unglaublich. Aus dem beschaulichen Sprögnitz, reichen die Sonnenstrahlen in die ganze weite Welt. Ich bin einfach nur baff und zugleich dankbar dafür, dass ich das Alles inklusive Herzlichkeit erleben darf!

Ausgiebiger schau ich Erich und Franz in der Aufbereitung über die Schulter. Hier rieseln den ganzen Tag nur die schönsten Blätter aus der High-Tech Maschine in große Säcke aus denen Erich immer wieder ein welkes Blatt oder unerwünschte Stängel fischt, ganz beiläufig während ich seinen Erklärungen lausche. Diese Jungs verpassen der Qualität von Kräutern und Samen den letzten Schliff!

Wie es der Zufall will kommt die Apfelminze, die durch die Maschinerie gerüttelt und geschüttelt wird, vom Hof der Zachs. Dem Bauernhof, auf dem ich die kommenden 5 Tage verbringe. Aber vorher geht´s noch auf den Kräuterwanderweg mit Manu.

Mhh, ich wusste nicht, dass Kamillenblüten so lecker und süß duften. Dem Kamillentee gebe ich hiermit noch eine Chance. Kaugummi-Feeling mit der Pfefferminze. Selbst gepflückte Waldhimbeeren als auch Blaubeeren lassen wir uns auf der Zunge zergehen. Ach ja, immer wieder tief durchatmen und viel Waldviertel einatmen. Herrlich! Die letzte Station am Wanderweg: „Die plüschige Apfelminze“ sagt Manu. Stimmt. Die hat ganz feine Härchen auf den Blättern.

Vielleicht kann mir Oma Zach morgen erklären warum?

steffi, Dienstag, 2. August 2011, 19:35

genauso hab ich es empfunden

ganz genauso ist es mir beim erste besuch in sprögnitz ergangen und es ist immer wieder schön, dort zu sein, freu mich schon drauf, zwischen mitte und ende august ists wieder soweit ... bis dahin gibts herzensangelegenheiten aus dem teebeutel.

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