Landluft schnuppern beim Sonnentor Bio-Kräuterbauern

Goldhäubchen und Hexenküche

Die Geschichte der Goldhaube, arbeiten im Kräutergarten, Feldrundfahrt und selbstgemachte Seifen - Tag 2 bei Famile Aufreiter

Wie prophezeit, hat es heute am späten Vormittag zu regnen begonnen. Vorher jedoch haben Michaela und ich uns auf den Weg in Richtung Kräuter- und Gemüsegarten gemacht um Salat zu pflanzen.

Ganz rechts auf dem Foto könnt ihr einen violetten Paprika sehen, der wurde heute zum Abendessen auch gleich verspeist. Im großen Kräutergarten haben wir anschließend Lavendel und Johanniskraut geschnitten sowie Johanniskrautblüten abgezupft. Als wir zurück zum Hof gekommen sind, wurden die Johanniskrautblüten sogleich mit Olivenöl angesetzt. Daraus wird in ein paar Wochen ein wunderbares Massageöl.

Wetterbedingt mussten wir ja am späten Vormittag schon wieder zurück zum Hof. Gleich nach unserer Rückkehr hat mir die Oma des Hauses die tradiotionelle oberösterreichische Goldhaube gezeigt. Sie hat besagte Haube nämlich beim Frühstück erwähnt und war ganz erstaunt, dass ich keine Ahnung hatte wovon sie spricht. Also nun für alle, denen die Goldhaube kein Begriff ist: Sie ist ein Symbol der reichhaltigen Trachtengemeinschaft und symbolisiert Heimatverbundenheit. Durch Einnahmen, zum Beispiel aus dem Mehlspeisenverkauf, unterstützen die Goldhaubenfrauen soziale Notfälle vor Ort und über die Grenzen hinaus.

Nach dem Mittagessen, als der Regen kurz pausierte, haben Johann und ich eine kleine Rundfahrt zu den verschiedensten Feldern gemacht. Da gab's zum Beispiel ein Dinkelfeld, Ringelblumenfelder, Fenchelfelder, Pfefferminzfelder und auch die unglaublich herrlich duftenden Zitronenmelissefelder.

Auf unserer Feldertour hat mir Johann erzählt wie sie zum Kräuteranbau gekommen sind und schließlich SONNENTOR-Lieferanten wurden. Neben SONNENTOR beliefern die Aufreiter's auch noch einige andere Hofläden und bestücken natürlich auch ihren eigenen. Johanns Erzählungen waren so voller Freude, Begeisterung und Liebe - einfach ein Kräuterbauer mit Leib, Seele und ganz viel Herz.

Michaela hat mich am Nachmittag mit dem Herstellen von Seifen überrascht. Das wollte ich ja immer schon mal machen :) Als sie mir erzählt hat, dass sie auch ab und zu Frischkäse macht, war ich ganz hin und weg. Käse selbst herzustellen steht nämlich auch ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste. Aber zurück zu den Seifen. In Michaelas "Hexenküche" (es gibt eine Küche zum Kochen und eine zum Seifen und Käse machen, Blütentrocknen, etc.) haben wir alles vorbereitet um Ringelblumen- und Rosenseife herzustellen.

Die Seifenproduktion war ein richtiges Erlebnis - warme und dampfende Lauge, intensive Gerüche und natürlich ganz viele verschiedene Öle und Fette. Der nichtsahnende Städter stellt sich die Seifenproduktion ja recht einfach vor, aber nichts da! Das ist schon fast eine Wissenschaft. Alle Zutaten müssen ganz genau dosiert und nach einer bestimmten Reihenfolge vermengt werden. Die in Formen gegossene Seife muss dann noch einen Tag stehen, bis man sie aus den Formen nehmen und aufschneiden kann. Erst dann sieht man auch das oft überrraschende Endergebnis. Denn innerhalb dieses Rasttages verändert sich nämlich noch die Farbe. Ist die Seife einmal portioniert, muss sie noch 4-6 Wochen liegen, da sie in dieser Zeit immer noch mit der Lauge reagiert. Das war wirklich ein lehrreicher Tag heute!

 

Morgen Vormittags soll das Wetter wieder nicht so toll werden, aber dafür soll sich am Nachmittag die Sonne zeigen. Am Vormittag werden wir einen Ausflug nach Freistadt zum Bioladen, den die Aufreiters beliefern und auch mitbegründet haben, machen und vielleicht auch die eine oder andere Kleinigkeit einkaufen. Lest morgen Abend ob ich den ganzen Laden leer gekauft habe und die nächsten Wochen von Luft und Liebe leben muss.

 

Na dann, macht's gut!

Nina

Patricia, Mittwoch, 11. Juli 2012, 20:37

Seife by Nina

Voll cool! Die Fotos schauen toll aus. Da bekommt man richtig Lust auch hinzufahren. Genieß die Zeit!

Bin schon auf deine Seifen-Kreationen gespannt.

bussi

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Nina, Mittwoch, 11. Juli 2012, 22:46

Nein, nein, kein Käse!

Da hast du nicht genau gelesen, junger Mann! Seifen haben wir gemacht, aber keinen Käse! Aber die Michaela kann auch Käse machen! Zum Käse machen war heute keine Zeit, in den nächsten Tagen wirds schön, also kein Käse! Aber du weißt, der Plan mit dem Käseseminar steht noch :)

Der Bär, Mittwoch, 11. Juli 2012, 21:40

Die Kräterhxen ebi der Seifenhersteullung ;) !

Hm Seife und Käse machen !!! Das ist ein sehr toller verregneter Tag. und ist der Käse auch so toll geworden wie die Seifen??
Ich bin mir dar recht sicher das du den ganzen Bioladen leerkaufen wirst.

carina, Donnerstag, 12. Juli 2012, 16:45

soviele sachen ....

Wow, Nina das klingt ja toll, was du alles siehst, lernst, schnupperst, anfasst, riechst :)
und du dachtest du lernst "nur" Ringelblumen" ernten ...
dann genieß noch die übrigen Tage, die Zeit vergeht viel zu schnell :)
bussi
carina

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