Landluft schnuppern beim Sonnentor Bio-Kräuterbauern

Erde unter dem wolkenlosen Sonnenhöchststand

Morgens Vorführung bei Sojapionier Landgarten, süß, und dann nach der Hitzesiesta endlich händisch: auf dem Anbaufeld.

Am Mittwochmorgen fand eine Gruppenführung bei der Firma Landgarten in der Brucker Altstadt statt, an die die Gastherrin und Lieferantin und ich uns anschlossen. Hier wird die österreichischen Sojabohnen vom Feld eingeliefert, aber ehe nicht zum Knabbern bereichtert, bis sie bei einer dritten Firma bereinigt und gekocht wurden. Beim Gründerunternehmen Landgarten werden die Bohnen geröstet und mehrheitlich schokolatiert.

 

Frau Perger, front office Landgarten

Hier riecht es herrlich süß. Es wird wohl eine Menge an Stahlgeräten benötigt, um das ökologisch angefertige Gebäck herzustellen. Seit einigen Jahren habe ich das neue Erzeugnis aus Bioladen in der niederländischen Heimat gekannt, wie auch zuhause in Mitteldeutschland. Dabei dachte ich mir, die Sojabohne kommt doch von irgendwo Übersee. Ach, der Hase war durchaus schlauer als ich.

 

In den Räumen von Landgarten tragen wir eine Schutzkappe und Fleecejacke. Mitarbeiterin Anita und der Produktionsmanager kümmern sich um die Einzelheiten. Letzterer untermauert die Auseinandersetzung gelegentlich mit praktischem Gestikulieren: einmal zeigt die Linke, daß er quasi ein Verkaufssackl hochhält, während die Rechte zum Boden zeigt und so gemeinsam zum Ausdruck bringt, daß jedes Endprodukt nachweisbar auf sein Erntefeld zurückzuführen ist.

 

Die Perger beliefern die Firma auf fünf Minuten Fußweg. Die Jahrtausendwende markiert den Anfang von ihrem Sojaanbau: heuer ein Dutzend Jahre nachhaltig unterwegs.

 

Und dann endlich, Hände in die Erde. Wir jäten auf einem Zucchini- und Fisolenareal am Rande der Kommune. Der Boden sieht hellgrau vor Trockenheit, aber sieht lebendig aus und wird bestimmt schon jahrhundertelang gefallen haben. Es kann viel schlechter für Hand oder Werkzeug. Wir machen es händisch, so wie es mir gefällt. Nur wußte ein nordeuropäischer Fremder wie ich nicht, daß der gängige Motorverkehr in Austria auch auf Feldern kreist. Hier liegt die Geschwindigkeitbegrenzung offenkundig bei fünfzig, wohl nicht um die Hasen, sondern um Butterbohne und Zucchini zu sparen:

 

Limit Your Speed

Den Arbeitern auf dem Minzeareal werden nach Tagesgeld ausgezahlt. Das kenne ich nicht mehr aus anderen Ländern, aber erstens scheinen sie es so zu wollen und zweitens ergibt es den Arbeitgebern eine gute Möglichkeit zu Kontrollen.

 

  • Aus "Die Grüne Krone" der Kronenzeitung, dem Journal für Nachhaltigkeit im Haus Perger, 20. Juni, Interview mit "Öko-Kämpfer Arnold Schwarzenegger", weil er heute in Rio seine Initiative R20 präsentiert: "Österreich ist bei den grünen Themen - genauso wie Kalifornien - weltweit führend". Der Terminator wird zum Anfänger.

Thomas Perger erklärt dynamisch

 

Morgen Minze (es sei denn der Regen kommt über Nacht).


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JEXYhRs30I, Donnerstag, 2. Juli 2015, 00:47

VbHJSUUKfNq

Die Fruchtdesserts habe ich schon probiert und ich wrkilich nur empfehlen. Sind total einfach in der Zubereitung und schmecken super gut!

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