Landluft schnuppern beim Sonnentor Bio-Kräuterbauern

Keep Kuhl!

Auf einem Bauernhof wird einem auch an einem Tag zu hause nicht langweilig.

Denn es gibt  immer was zu tun und zu erleben. Den ganzen Tag über reparieren, warten und putzen wir und helfen beim Kümmern um die Tiere.

In der bauernhofeigenen Werkstatt hat sich einiges an Arbeit aufgestaut. Karl hatte für einige der Messer der 40 Jahre alten Hackmaschine einen Prototyp Marke Eigenbau entwickelt, der sich bewährt hat. Nun sollen auch die anderen Messer in dieser Art nachgerüstet werden. Hierfür schweißen, sägen und polieren wir um die Hackmaschine schon mal für die nächste Saison vorzubereiten. Außerdem muss ein Wagen repariert werden, der einen Tag zuvor versehentlich beim Einparken in der Hofgarage zu Schaden gekommen war. Dann ist noch die Batterie des Traktors leer und benötigt neue Flüssigkeit bevor es zum Mittagessen geht. Dort gibt es heute etwas ganz Besonderes: selbstgemachte Mohnnudeln, eine Waldviertler Spezialität! Wer sie noch nicht probiert hat, sollte es dringend tun.

Schon seit unserer Ankunft haben wir uns mit den Kühen angefreundet, was sich jetzt ausgezahlt hat. Von Elisabeth werden wir in die Kunst des Melkens eingeweiht. Stripp, strapp, strull, der Eimer ist gleich vull! Das ist allerdings gar nicht so einfach. Wenn die Musik aus dem Radio im Stall ertönt, wissen die Kühe „jetzt geht’s los!“ und stellen sich schon vor den Melkboxen an. Nacheinander trotten die Kühe herein und bekommen eine Portion Körnerfutter im Tausch gegen die Milch für uns. Zuerst gibt es Streicheleinheiten und eine kurze Massage, dann müssen die Zitzen gepflegt und „angezapft“ werden. Dies ist dabei der schwierigste Teil für uns Anfänger. Kaum kommt aber Elisabeth dazu klappt es und schließlich wird die Melkmaschine angebracht. Die frische Milch fließt warm und weiß in den großen Milchbottich. Satt und „leer gepumpt“ spazieren Zenzi, Mausi, Fini und Co. zurück in den Auslauf. Nachdem wir in der Milchkammer wieder alles gereinigt haben, geht es für uns in den Stall, den es auszumisten gilt. Der Mist muss raus auf den Misthaufen und neues Stroh eingestreut werden. Als Betthupferl gibt es Heu und Silage für die Nacht. Das Heu ist aus eigener Ernte und erst vor Kurzem gemäht worden. So duftet es ganz wunderbar nach Wiese und Heublumen. Ganz besonders niedlich finden wir auch das kleine Kalb. Es ist 4 Wochen alt und noch sehr scheu. In den nächsten Tagen und Wochen werden mehrere weitere Kälber erwartet. Das werden wir ja aber leider nicht mehr hier miterleben.

Heute Morgen sind wir vor lauter Muskelkater von der Feldarbeit gestern schon kaum aus dem Bett gekommen und langsam summiert sich die Erschöpfung. Vor dem ins Bett gehen, dürfen wir deshalb noch eine Runde auf den automatischen Massagesessel. Das ist seeehr angenehm und genau das Richtige für diesen Abend!


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